5 Critical Cybersecurity Threats Facing Industrial Automation

5 kritische Cybersicherheitsbedrohungen für die industrielle Automatisierung

Schützen Sie die industrielle Automatisierung: 5 kritische Cybersicherheitsbedrohungen

Ransomware-Angriffe zielen auf Anlagen der Fabrikautomation

Cyberkriminelle beschränken ihre Aktivitäten nicht mehr auf Unternehmens-IT-Netzwerke. Stattdessen nehmen Hacker gezielt die Steuerungen der Fabrikautomation und SCADA-Systeme ins Visier. Darüber hinaus bringt ein Ausfall der Betriebstechnologie Montagelinien zum Stillstand und verursacht massive finanzielle Verluste. Nach unserer Erfahrung vor Ort reicht passiver Endgeräteschutz nicht aus, um gezielte Angriffe abzuwehren. Daher müssen Ingenieure Mikrosegmentierung implementieren und Offline-Backups aufbewahren, um eine schnelle Wiederherstellung zu gewährleisten.

Phishing nutzt Schwachstellen in industriellen Steuerungssystemen aus

Phishing ist nach wie vor ein wichtiger Angriffsvektor für den Erstzugriff bei Angriffen auf Industrieanlagen. Angreifer manipulieren Mitarbeiter mit schädlichen E-Mails und eingebetteten Links. Dadurch nehmen kompromittierte Arbeitsstationen fortlaufend Kontakt zu schädlichen Command-and-Control-Servern auf. Sobald Hacker in das Netzwerk eingedrungen sind, bewegen sie sich seitlich in Richtung älterer speicherprogrammierbarer Steuerungen (SPS). Daher müssen Facility Manager E-Mail-Filterung mit einer strikten Trennung von IT- und OT-Netzwerken kombinieren.

Hardware-Trojaner bedrohen eingebettete Steuerungssysteme

Bedrohungen auf Hardware-Ebene schleusen Schadcode direkt in die Firmware von Feldgeräten ein. Dadurch arbeiten kompromittierte Steuerungen normal weiter und verbergen gleichzeitig schädliche Aktivitäten. Sicherheitstools übersehen diese heimlichen Payloads oft vollständig. Bei ihrer Aktivierung können diese Trojaner jedoch physische Prozesse verändern und kritische Maschinen beschädigen. Daher müssen Werksleiter die Lieferketten für Hardware überprüfen und die kryptografischen Signaturen der Firmware validieren.

Sicherheitslücken in älteren SPS- und DCS-Systemen erhöhen das Risiko

In vielen Produktionsstätten weltweit kommen noch immer jahrzehntealte Geräte zum Einsatz. Leider wurden diese veralteten SPS und Prozessleitsysteme (DCS) ohne Cyberabwehr entwickelt. Außerdem erweist es sich oft als unpraktikabel, unternehmenskritische Anlagen für Softwareupdates außer Betrieb zu nehmen. Unserer Erfahrung nach bergen ungepatchte Anlagen, die direkt dem Internet ausgesetzt sind, erhebliche Risiken. Betreiber müssen daher virtuelles Patchen und strenge Zugriffskontrollen für veraltete Infrastruktur einführen.

Staatlich unterstützte Gruppen nehmen kritische Lieferketten ins Visier

Staatlich unterstützte Angreifer nehmen Industrie-Lieferketten aktiv ins Visier, um sich operativen Einfluss zu verschaffen. Softwareanbieter, Ausrüstungslieferanten und Fernwartungstools bieten Einstiegspunkte in Fabriknetzwerke. Zudem entstehen durch unüberwachten Zugriff Dritter dauerhafte Schwachstellen in weitläufig verteilten Werken. Sicherheitsteams müssen daher Fernwartungsverbindungen prüfen und für alle externen Anbieter Zero-Trust-Richtlinien durchsetzen.

Praktische Anwendungsszenarien

Szenario 1: Eindämmung von Ransomware in der Automobilproduktion

Ein großer Automobilmontagebetrieb setzt Netzwerk-Mikrosegmentierung ein, um die SPS seiner Schweißzellen vom Unternehmensnetzwerk zu isolieren. Als eine Phishing-E-Mail einen Arbeitsplatzrechner der Administration kompromittiert, verhindert das Air-Gap-Netzwerkdesign, dass die Ransomware die Steuerungen der Produktion erreicht. So können die Montagelinien ohne Unterbrechung weiterlaufen.

Szenario 2: Schutz veralteter Prozessleitsysteme in der chemischen Industrie

Eine Chemieanlage ist auf veraltete Prozessleitsysteme angewiesen, die keine Sicherheitspatches akzeptieren können, ohne die kontinuierliche Produktion zu unterbrechen. Das Engineering-Team installiert Firewalls mit Deep Packet Inspection direkt vor den Steuerungen des Prozessleitsystems. Diese Konfiguration überwacht Industrieprotokolle auf anomale Befehle und blockiert so potenzielle Exploits, ohne dass die Anlage dafür stillgelegt werden muss.