ABB and Jacobi Robotics Launch AI-Driven Mixed-Case Palletizing

ABB und Jacobi Robotics starten KI-gesteuerte gemischte Palettenbestückung

ABB Robotics und Jacobi Robotics kooperieren zur Transformation der KI-gestützten Mischkarton-Palettierung

Revolutionierung der Lagerautomatisierung mit Physical AI

ABB Robotics hat kürzlich eine strategische Zusammenarbeit mit Jacobi Robotics, einem Pionier im Bereich Physical AI, bekannt gegeben. Diese Partnerschaft integriert die OmniPalletizer-Software von Jacobi in das industrielle Hardware-Portfolio von ABB. Dadurch können Systemintegratoren nun anspruchsvolle Mischkarton-Palettierlösungen ohne teure Umbauten der Anlagen einsetzen. Dieser Schritt markiert eine bedeutende Veränderung in der industriellen Automatisierung, weg von starrer, vorab festgelegter Logik hin zu flexibler, intelligenter Robotik.

Die hohen Kosten der Mischkarton-Palettierung lösen

Mischkarton-Palettierung bedeutet, verschiedene Produkte auf einer einzigen Palette für den Einzelhandel zu stapeln. Historisch gesehen ist dieser manuelle Prozess eine enorme Arbeitsbelastung für den Vertriebssektor geblieben. Aktuelle Daten zeigen, dass die direkten Arbeitskosten für diese Abläufe in den USA jährlich über 15 Milliarden US-Dollar betragen. Manuelle Handhabung erhöht zudem Produktbeschädigungen und Arbeitsunfälle. Durch den Einsatz von KI-gesteuerter Fabrikautomatisierung können Unternehmen diese steigenden Kosten senken und gleichzeitig eine höhere Durchsatzrate und Konsistenz in unsequenzierten Umgebungen gewährleisten.

Wegfall der vorgelagerten Sequenzierungsinfrastruktur

Traditionelle automatisierte Palettierung erfordert komplexe vorgelagerte Systeme zur Vorsortierung der Kartons. Die OmniPalletizer-Software macht jedoch Sequenzierförderer oder kundenspezifische Konstruktionen überflüssig. Die KI steuert „live“ Flüsse mit unterschiedlichen Kartongrößen und -gewichten in Echtzeit. Diese Fähigkeit ermöglicht eine „Brownfield“-Installation, das heißt, Betreiber können das System in bestehende Lager integrieren. Somit erhalten KMU (kleine und mittlere Unternehmen) Zugang zu fortschrittlichen Steuerungssystemen ohne den Bau komplett neuer Logistikzentren.

Leistungsvalidierung mit Digital Twin-Technologie

Jede Installation wird vor der physischen Umsetzung durch umfangreiche Tests mittels Digital Twin-Simulationen geprüft. Die Software nutzt die tatsächliche Bestellhistorie des Kunden, um die Palettenstabilität und Raumausnutzung vorherzusagen. Darüber hinaus bieten diese Simulationen eine transparente Prognose der Kapitalrendite (ROI). Dieser datenbasierte Ansatz schafft hohe Vertrauenswürdigkeit und Autorität, da Integratoren Leistungskennzahlen garantieren können, bevor der Kunde in Hardware investiert.

Kontinuierliche Verbesserung durch lernende Flotten

Eines der beeindruckendsten technischen Merkmale dieser Zusammenarbeit ist die iterative Optimierung. Das OmniPalletizer-System nutzt Flottenlernen, um seine Stapelalgorithmen zu verfeinern. Dadurch wird der Roboter im Laufe der Zeit durch regelmäßige Software-Updates effizienter. Dies spiegelt die Entwicklung von DCS und PLC Umgebungen wider, in denen softwaredefinierte Funktionen heute die Hardwareleistung steuern. Diese kontinuierliche Verbesserung stellt sicher, dass sich das System an veränderte SKU-Profile anpasst, ohne manuelle Nachprogrammierung.

Technische Analyse: Die Zukunft der autonomen Logistik

Meiner Ansicht nach zeigt diese Partnerschaft die Verschmelzung von hochentwickeltem maschinellen Lernen und robuster Industriehardware. Während ABB Präzision und globalen Service bietet, liefert Jacobi das „Gehirn“, das räumliche Komplexität bewältigt. Wir erleben das Ende der „festen“ Automatisierung. In Zukunft erwarte ich, dass mehr industrielle Automatisierungs führer Physical AI einsetzen, um nicht repetitive Aufgaben zu bewältigen. Dieser Wandel wird letztlich die Lücke zwischen menschlicher Geschicklichkeit und robotischer Ausdauer in sicherheitskritischen Umgebungen schließen.

Lösungsszenario: Schnelldrehende Konsumgüter (FMCG)

Betrachten wir ein regionales Vertriebszentrum, das vielfältige FMCG-Produkte verarbeitet. In einer traditionellen Einrichtung sortieren Mitarbeiter manuell Tausende verschiedener Kartonmaße auf Paletten für verschiedene Lebensmittelgeschäfte. Durch die Integration der ABB- und Jacobi-Lösung installiert die Anlage eine Roboterzelle direkt am Ende einer bestehenden Förderlinie. Die KI berechnet sofort das stabilste Stapelmuster für den eingehenden unsequenzierten Fluss. Dadurch reduziert die Anlage Arbeitsschichten, optimiert den Laderaum durch bessere Raumausnutzung und eliminiert die 5-Millionen-Dollar-Kosten für einen neuen Sequenzier-Sorter.ABB Robotics,