NCC and Direct Companies Partner to Advance DCS Training in Iowa

NCC und Direct Companies kooperieren zur Förderung der DCS-Schulung in Iowa

Stärkung der Zukunft der Industrieautomation durch Synergien zwischen Industrie und Wissenschaft

Die Entwicklung der Berufsausbildung in Iowa

Das Northwest Iowa Community College (NCC) verfeinert weiterhin seine Partnerschaft mit Direct Companies, um die technische Ausbildung zu verbessern. Diese Zusammenarbeit überbrückt die Lücke zwischen theoretischem Unterricht und den hohen Anforderungen des modernen Fabrikautomationssektors. Durch die Integration von professionellen Ingenieuren in den Lehrplan stellt NCC sicher, dass sein Programm für industrielle Instrumentierung & Steuerung (IIC) stets auf dem neuesten Stand der Technik bleibt.

Verbindung von Theorie und praktischer DCS-Anwendung

Pat Stockert, Senior Process Engineer bei Direct Companies, leitet derzeit die spezialisierte Ausbildung in Distributed Control Systems (DCS) am NCC-Campus. Diese Technologie fungiert als zentrales Nervensystem für komplexe industrielle Abläufe. Obwohl die Studierenden in Lehrbüchern das „Warum“ hinter Steuerungssystemen lernen, betont Stockert, dass praktische Erfahrung ihnen hilft, „die Zusammenhänge zu erkennen“. Dadurch erhalten die Studierenden eine realistische Perspektive darauf, wie diese Systeme kritische Variablen wie Druck und Temperatur steuern.

Vergleich von SPS und DCS in modernen Fabrikumgebungen

In der heutigen Industrie setzen viele Anlagen noch auf speicherprogrammierbare Steuerungen (SPS) für einzelne Aufgaben. Jameson Sistrunk, ein Student im zweiten Jahr des IIC-Programms, stellt jedoch fest, dass DCS einen bedeutenden technologischen Fortschritt darstellt. Während eine SPS typischerweise einzelne Maschinen steuert, verwaltet ein DCS die gesamte Anlage als einheitliches System. Daher macht die Beherrschung der DCS-Technologie, insbesondere Plattformen wie Emersons DeltaV, Techniker auf dem globalen Arbeitsmarkt deutlich gefragter.

Praxisnahe Präzision: Die „Tempomat“-Funktion von Prozessanlagen

Stockert vergleicht komplexe Steuerungssysteme mit einer hochentwickelten Version der Tempomatfunktion im Auto. Beispielsweise muss in einer Ethanolproduktionsanlage das System während der Verdampfungsprozesse genaue Flüssigkeitsstände und Temperaturen halten. Zudem müssen diese Systeme sofort auf Prozessschwankungen reagieren, um Sicherheit und Effizienz zu gewährleisten. Dieses Präzisionsniveau ist grundlegend, um den Ertrag zu maximieren und Abfall in der Chemie- und Energieerzeugungsbranche zu minimieren.

Frühe Karriereförderung und finanzielle Unterstützung

Branchenführer rekrutieren IIC-Studierende bereits im ersten Studienjahr aktiv. Jameson Sistrunk sicherte sich beispielsweise vor dem Abschluss ein Sponsoring und ein Praktikum bei POET in Ashton, Iowa. Diese direkte Verbindung zwischen NCC und großen Industrieunternehmen bietet den Studierenden eine klare Rendite ihrer Investition. Außerdem ermöglicht sie den Unternehmen, in einem hart umkämpften Arbeitsmarkt einen stetigen Zustrom qualifizierter Fachkräfte zu sichern.

Experteneinsicht: Der Wandel hin zur integrierten Steuerung

Als Branchenbeobachter ist klar, dass die Konvergenz von IT und OT (Operational Technology) an Fahrt gewinnt. Traditionelle Silos zwischen verschiedenen Automationsschichten verschwinden. Daher müssen Ausbildungsprogramme über grundlegende elektrische Verdrahtung hinausgehen und Datenvernetzung sowie hochgradige Systemintegration einbeziehen. Der Fokus von NCC auf DCS zeigt einen zukunftsorientierten Ansatz, der Absolventen auf die „Smart Factory“-Ära vorbereitet, in der datenbasierte Entscheidungen jeden Prozess steuern.

Strategische Investition in regionale Talente

Shane Peterson, Dekan für Angewandte Technologie am NCC, betrachtet diese Partnerschaften als wesentliche Investitionen in die regionale Arbeitskraft. Direct Companies stellt Stockert Freistellungszeiten zum Unterrichten zur Verfügung, was ein langfristiges Engagement für die Gesundheit der Branche zeigt. Dadurch profitiert die Region von einem Talentpool, der sowohl das Selbstvertrauen als auch die technischen Fähigkeiten besitzt, um Industrieanlagen im Wert von mehreren Millionen Dollar zu betreuen.

Anwendungsszenarien und Lösungen

  • Ethanol- und Biokraftstoffproduktion: Der Einsatz von DCS zur Steuerung des Wärmehaushalts und der Verdampfungsraten in Fermentationstanks gewährleistet gleichbleibende Produktqualität und Kraftstoffklasse.

  • Sicherheitsverriegelungen in der chemischen Verarbeitung: Der Einsatz hochintegrierter Steuerungssysteme zur Verwaltung von Sicherheitsverriegelungen verhindert Überdruckereignisse in explosionsgefährdeten Lagerbereichen.

  • Lastmanagement in der Energieerzeugung: Skalierung von Automationssystemen zur Ausbalancierung von Turbinendrehzahlen und Lastverteilung, was den „Tempomat“-Effekt auf industriellem Großmaßstab nachahmt.

  • Wasser- und Abwasserbehandlung: Integration von SPS und DCS zur Überwachung von Chemikaliendosierung und Durchflussraten über große geografische Gebiete hinweg.