Siemens 2026: Leading the New Era of Industrial AI & Digital TwinsSiemens 2026: Leading the New Era of Industrial AI & Digital TwinsSiemens 2026: Leading the New Era of Industrial AI & Digital Twins

Siemens 2026: Führend in der neuen Ära der industriellen KI und digitalen Zwillinge

Der Meilenstein in Peking: Siemens und der Paradigmenwechsel zur „ONE Tech Company“

Die Siemens Technologiekonferenz 2026 in Peking markiert eine klare Wende von traditioneller Automatisierung hin zu einem einheitlichen, intelligenzgesteuerten Ökosystem. Im Rahmen der Initiative „ONE Tech Company“ ist Siemens nicht mehr nur ein Hardwareanbieter; das Unternehmen positioniert sich als Orchestrator einer vollständigen industriellen Intelligenzschicht. Durch die Integration von Elektrifizierung, Automatisierung und Digitalisierung in einen einzigen, kohärenten Strom adressiert Siemens das lange bestehende „Silo“-Problem auf den Fabriketagen. Als Ingenieur sehe ich dies als notwendige Weiterentwicklung. Wir bewegen uns weg von isolierter SPS-Logik hin zu dezentraler, KI-gestützter Entscheidungsfindung, die vom Sensorebene bis zur Cloud reicht.

Hardware trifft Intelligenz: Einführung von 26 lokal entwickelten Innovationen

Die Ankündigung von 26 neuen Produkten, die speziell für den chinesischen Markt entwickelt wurden, ist ein strategischer Meisterstreich in „chinesischer Innovationsart“. Diese Produkte – von Bewegungssteuerung über industrielle Netzwerke bis hin zur Energieverteilung – spiegeln ein tiefes Verständnis für die lokale Nachfrage nach schneller Iteration und Robustheit wider. Aus technischer Sicht deutet der Fokus auf „intelligente Fertigungsautomatisierung“ darauf hin, dass diese neuen Komponenten wahrscheinlich standardmäßig über Edge-Computing-Fähigkeiten verfügen. Für uns im Feld bedeutet das weniger Abhängigkeit von massiven zentralen Servern und mehr „Intelligenz an der Quelle“, was millisekundengenaue Anpassungen in der Bewegungssteuerung und Energieverteilung ermöglicht.

Verkörperte Intelligenz: Wenn humanoide Roboter den Flottenmanager betreten

Eines der provokantesten Highlights der Konferenz ist die Zusammenarbeit zwischen Siemens und Unitree Technology. Humanoide Roboter, die unter dem  SIMOVE Flottenmanager verwaltet werden, geben einen Ausblick auf das nächste Jahrzehnt der Logistik. Traditionell steuerten Flottenmanager fahrerlose Transportfahrzeuge (AGVs) und autonome mobile Roboter (AMRs) auf festen Routen. Die Integration humanoider Roboter bedeutet einen Sprung in der Routenplanung und Hindernisvermeidung. Mein besonderer Eindruck ist der Fokus auf „replizierbare Produktivität“. Humanoide Roboter sollten nicht nur Laborversuche bleiben; durch die Nutzung von Siemens’ Planungsplattformen werden sie zu standardisierten Assets, die neben einem Gabelstapler oder einem Förderband verwaltet werden können und so „verkörperte Intelligenz“ zu einer skalierbaren Artikelnummer machen.

Das Kraftwerk der Digitalen Zwillinge: Die Synergie von Siemens und NVIDIA

Die intensive Zusammenarbeit mit NVIDIA ist vielleicht die technisch bedeutendste Partnerschaft für die „Fabrik der Zukunft“. Durch die Kombination von Siemens’ Fachwissen mit NVIDIAs KI-Rechenleistung und Omniverse-basierten digitalen Zwillingen entsteht der  Digital Twin Composer. Dabei handelt es sich nicht nur um ein 3D-Modell, sondern um eine physikalisch genaue Echtzeitsimulation. Nach meiner Erfahrung war die größte Hürde für KI in der Lebensmittel- und Pharmaindustrie die „Black-Box“-Natur neuronaler Netze. Durch diese Partnerschaft können Unternehmen eine vollständige Prozesskette in einer virtuellen Umgebung simulieren – bis hin zur Energieeffizienz des Rechenzentrums – bevor auch nur eine Schraube in der realen Welt gedreht wird.

Intelligente Rechenleistung: Die Grundlage für Resilienz schaffen

Der Wandel hin zu „KI-Fabriken“ erfordert ein massives Upgrade der industriellen Infrastruktur. Der Fokus der Konferenz auf CO₂-neutrale Industrieparks und intelligente Rechenleistung adressiert das große Thema: die Energiekosten von KI. Siemens’ Rechenzentrumslösungen, optimiert durch NVIDIAs KI, zeigen, dass es keine „Smart Industry“ ohne „Green Industry“ geben kann. Für die globale Lieferkette ist diese digital-intelligente und CO₂-arme Zusammenarbeit der einzige Weg, echte Resilienz aufzubauen. Wir blicken auf eine Zukunft, in der der CO₂-Fußabdruck eines Produkts so präzise verfolgt wird wie seine Seriennummer – alles verwaltet über ein offenes Ökosystem wie  Siemens Xcelerator.